Sonnabend, 28.04.2018

 Theaterfahrt zur Premiere DIE DREIGROSCHENOPER

in die Staatsoperette Dresden


Abfahrt: 14:30 Uhr am Theater nach Dresden

Führung Kraftwerk Dresden Mitte

Abendimbiss Vinothek Staatsoperette

Einführung mit Gedanken zum Regiekonzept - Ronny Scholz

DIE DREIGROSCHENOPER

Premierenfeier mit Wolgang Schaller, Intendant

Rückfahrt: gegen 23:30 Uhr

 






Persönlicher Brief

 

Persönlicher Brief an alle Landtagsabgeordneten Sachsens

Wir haben an alle Landtagsabgeordneten einen persönlichen Brief gerichtet, dessen Inhalt im Folgenden wiedergegeben ist. 

 

 

mit großer Sorge betrachten wir die Vorhaben der Landesregierung zum Haushaltbegleitgesetz des Doppelhaushaltes 2011 – 2012.  Wir als Bürger und Nutznießer der vielfältigen kulturellen Angebote in der Region sehen nicht ein, dass mühevoll  gewachsene Strukturen, die sich dank des Kulturraumgesetzes manifestiert haben, in Frage gestellt werden. Nach den Plänen der Staatsregierung sollen von den bisherigen Landesmitteln für die Kulturräume 7 Millionen Euro zur Finanzierung der Sächsischen Landesbühnen Radebeul und 0,4 Millionen Euro zur Erhöhung der Strukturmittel entzogen werden.  Es sieht nach „Leuchtturmpolitik“ aus, wenn die Landesregierung sich der Verantwortung entzieht, die Sächsischen Landesbühnen Radebeul zu finanzieren und stattdessen die Kulturräume zur Kasse bittet.

Kultur muss bezahlbar sein, denn sie ist eine Lebensader aller Menschen in einer Region. Dort zu sparen, führt jedes Nachdenken über den bereits konstatierten Bildungsnotstand ad absurdum und wird sich in den nachfolgenden Generationen  bitter rächen.

Wir leben in einer strukturschwachen Region, Wirtschaft und Kultur brauchen sich gegenseitig. Der „weiche“ Standortfaktor Kultur spielt auch in unserer Region  eine wichtige Rolle. Es reicht nicht, nur für den Lebensunterhalt zu arbeiten, die Menschen benötigen unabdingbar geistige „Nahrung“, um daraus Kreativität und Lebensfreude zu schöpfen.

Ohne ein  gutes Kulturangebot wird es noch schwieriger werden, Industrieansiedlungen und Führungskräfte in die Region hereinzuholen. Menschen, die kreativ und intensiv arbeiten, wollen Theater und Konzerte besuchen, auch wenn sie in den Randgebieten Sachsens leben.

Es hilft uns nicht weiter, wenn die Landesbühnen unsere Region mit bespielen sollten, ganz abgesehen davon, wie das praktisch aussehen sollte. Ein  Kulturangebot mit Künstlern und Musikern vor Ort fördert nicht nur die Ausstrahlung der Theater, sondern greift vom Kindergarten über die musische Erziehung in den Schulen bis hin zur kulturellen Betreuung der Senioren in weite Bereiche des täglichen Lebens ein.

Künstlerische Produktionen erfordern schöpferisches Arbeiten und Ausgeglichenheit. Das ist mit der Belastung durch ständige Sparzwänge nicht mehr gegeben.

Sollten durch eine Konzentration der Zuwendungen für Kultur in der Landeshauptstadt weitere Kürzungen eintreten, wird dies gravierende Auswirkungen auf die gesamte Lebensqualität im Landkreis Görlitz haben.

Daher bitten wir Sie als gewählten Volksvertreter, der Mittelkürzung in den Kulturräumen nicht zuzustimmen und dafür Sorge zu tragen, dass auch in den Randregionen den Bürgern ein unmittelbarer Zugang zur Kultur in ihren eigenen Lebensräumen gewährt wird.

Wir danken Ihnen, dass Sie sich Zeit genommen haben, unser Anliegen zur Kenntnis zu nehmen und vertrauen auf Ihr von Verantwortung getragenes Herangehen an die Probleme.

 

Mit freundlichen Grüßen im Auftrage des Vorstandes

Renate Winkler 

 Vorsitzende des Görlitzer Theater- und Musikvereins

 

 

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Tel: 03581/402507